Sallys Blog Ansichten eines Briards

Tagebuch - Kapitel l

Briard Sallys Blog


Ein ganz normaler Tag

 

3. Februar 2008

Ich wachte auf, es war noch sehr früh aber meine Geschwister machten wie immer Rambazamba. Ich dachte mir, oh wie schön, die Sonne strahlt in mein Gesicht, das muss ein guter Tag werden. Ich hatte eigentlich großen Hunger und fing an zu suchen, aber es war nichts da, hat uns der Futtermann vergessen, na ja vielleicht später. Es wurde Mittag, was soll ich sagen, kein Essen, nicht mal ein Schluck Wasser. Der Tag hat so schön begonnen aber langsam wurde mir ziemlich mulmig. So gegen 13 Uhr, es wurde ziemlich hektisch, standen 2 so „Irre Typen“ bei uns vor dem Fenster und guckten, als ob sie noch nie Welpen gesehen hätten. 



(Das ist nicht wie fälschlich angenommen mein Pappi, das ist der Herr Züchter, mein Pappi ist noch viiiiiiel häßlicher. HIHIHI)



Unser Futtermann kam rein und trennte die Mädels von den Jungs. Ich dachte mir, um Himmels Willen, was ist den jetzt los. So schnell ich konnte, verkroch ich mich in eine Ecke und begann fürchterlich zu zittern. Meine Schwester wurde aufgehoben  und direkt in die Arme dieser komischen 2-Beinigen Frau gelegt. Uff, Glück gehabt. Gott sei Dank, nicht ich. Tja leider hatte diese Frau nur Augen für mich. Mir schwante schreckliches. Ich hörte sie miteinander Tuscheln: schau mal die Arme und wie sie zittert und so klein, darf ich sie mal haben? Na klar doch, bitte sehr.




Ich konnte es in Ihren Augen sehen, die waren sofort verliebt oder war es nur Mitleid, ich bin doch die kleinste. Lange Rede kurzer Sinn, die ließ mich nicht mehr los. Irgendwann kam dann mein Opa, ich jubelte schon, super, mach sie fertig, aber der ließ sich streicheln und zog wieder ab. Was mach ich jetzt bloß, meine Mami war auch nicht da und „die“ ließ mich einfach nicht runter. Während ich da so ausharrte, fingen sie an zu reden, so ein komisches Kauderwelsch, solche Laute hab ich noch nie gehört. Dann wurde ganz fleißig Papier ausgetauscht. „Die“ ließ mich immer noch nicht los. Auf einmal gaben sich alle die Hände, strahlten übers ganze Gesicht und sie gingen einfach weg, mit mir, zu so einem mysteriösen Ding in Rot, heute liebe ich dieses Ding, sie nennen es Auto, denn es bringt mich jeden Tag zum Spazigehen. Sie fuhren einfach weg, und jetzt? Ich lag auf ihrem Schoss, hatte meinen Kopf in ihrer Hand. Irgendwann schlief ich dann ein. Es waren endlose Stunden. Auf einmal schreckte ich auf, ich sage Euch ein Lärm war das, gruselig. Es wurde schon dunkel, als wir endlich wieder ausstiegen. Sie gingen in ein Haus und einige Minuten später, kamen dann noch 2 so „Wahnsinnige“. Die kleinere der beiden hat mich voll abgeknutscht, ekelhaft aber was sollte ich machen, so weit weg von meiner Familie.



Auf ein mal kam da ein Riese daher, ich wurde abgeschnüffelt, begutachtet, gestupst, sie legte sich dann neben mich und ich wurde langsam ruhiger. Sie wurde meine beste Freundin. Leider sind sie dann weggezogen und bald darauf ist sie über die Regenbogenbrücke gegangen. Endlich gaben sie mir was zu Essen und zu Trinken. Die zwei hatten schon alles liebevoll vorbereitet, eine Kuschelecke, ein Bettchen, Futternäpfe, war aber alles nicht lange von Sinn, weil bald zu klein. Ein Halsband, eine Leine und viele Plüschis.



Zu vorgerückter Stunde gingen wir dann noch mal vor die Tür um Pippi zu machen, hatte aber keinen Sinn, ich habe das drinnen gemacht, weil gemütlicher und ruhiger. Tja das war ein schrecklicher Tag für mich. Jetzt  nach einem Jahr, ziehe ich eine recht positive Bilanz. Ich hatte doch sehr viel Glück mit den beiden. Ich glaube sie haben mich sehr lieb, hin und wieder schimpfen sie zwar mit mir, aber meistens weiß ich doch warum.


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